Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Vereins für Jugendhilfen Leppermühle e.V. öffnete die Leppermühle nun ihre Türen für eine breite Öffentlichkeit. Zahlreiche Gäste aus den umliegenden Gemeinden sowie Kooperationspartner nutzten die Gelegenheit, das über viele Jahrzehnte gewachsene Rehabilitationsangebot für junge Menschen mit psychischen Erkrankungen kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen der Einrichtung zu werfen.
Nach der Begrüßung und Vorstellung des Konzepts durch Marc Apfelbaum, pädagogische Einrichtungsleitung, und Heike Brauner, ärztlich-therapeutische Einrichtungsleitung, konnten sich die Gäste einer Führung anschließen oder das Gelände auf eigene Faust erkunden. Dabei erhielten sie Einblicke in die Wohngruppen und erfuhren, wie die jungen Menschen in der Leppermühle leben, ihren Alltag gestalten und welche therapeutischen und pädagogischen Angebote sie wahrnehmen können.

Bewegung, Kreativität und Schule
In der Sporthalle hatten die Bewegungstherapeuten der Einrichtung einen Parcours aufgebaut, bei dem die Gäste ihr Geschick unter Beweis stellen konnten. Auch auf dem Außengelände luden verschiedene Bewegungsangebote zum Mitmachen ein. Der Reitstall gewährte Einblicke in die Reittherapie und bot Interessierten die Möglichkeit, selbst einmal auf einem Pferd Platz zu nehmen. Die Tagesgruppen der Leppermühle öffneten ebenfalls ihre Türen und informierten über ihr teilstationäres Betreuungsangebot.
In den Räumen der Martin-Luther-Schule, die sich ebenfalls in Trägerschaft des Vereins für Jugendhilfen Leppermühle e.V. befindet und auf demselben Gelände am Busecker Ortsrand liegt, präsentierten sich zahlreiche weitere Bereiche. Beim offenen Atelier, einem Angebot für kunstbegeisterte junge Menschen, konnten die Gäste selbst kreativ werden. Der Heimrat hatte ein Quiz vorbereitet, in den naturwissenschaftlichen Räumen wurde experimentiert und der Intensivbereich Georgenhammer stellte seine Arbeit vor.
Auch die Band der Leppermühle öffnete ihre Probe für das Publikum. Darüber hinaus erhielten die Gäste Einblicke in die vielfältigen Freizeitangebote für die jungen Menschen. In den Fluren des Schulgebäudes lud zudem die Jubiläumsausstellung dazu ein, 75 Jahre Vereinsgeschichte zu entdecken.
Einblicke in das Interne Arbeitstraining
Ein Shuttleservice brachte Interessierte zum Internen Arbeitstraining im Busecker Industriegebiet. Dort stellten sich unter anderem die Gärtnerei, der GastroService und die Holzwerkstatt vor. Die Arbeitsbereiche bieten jungen Menschen, die keinem Schulangebot mehr nachgehen können und aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung noch nicht ausbildungs- oder arbeitsfähig sind, eine verlässliche Tagesstruktur und Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung.
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: In der KaffeeMühle, einem internen Café und zugleich einem Bereich des Arbeitstrainings, konnten die Gäste bei Kaffee und Snacks verweilen. Für die weitere Verpflegung sorgte die Küche der Leppermühle.















