Geschichte

Geschichte

75 Jahre Verein für Jugendhilfen Leppermühle – dieses Jubiläum feiern wir 2026. Seit der Gründung hat sich der Verein immer wieder gewandelt, ist gewachsen, hat neue Schwerpunkte gesetzt und sich den Bedarfen der jungen Menschen angepasst. Eines war aber von Anfang an Teil des Selbstverständnisses und ist es bis heute geblieben: der multiperspektivische Ansatz. Wir sind überzeugt, dass die jungen Menschen stark davon profitieren, bei uns nicht nur pädagogische betreut zu werden, sondern auch therapeutische, medizinische und schulische Hilfe zu bekommen. Durch unsere enge Zusammenarbeit in den Teams können wir Unterstützung individuell anpassen.

Der Verein heute

Heute betreibt der Verein für Jugendhilfen Leppermühle mit der Leppermühle, dem Berthold-Martin-Haus und dem Adalbert-Focken-Haus mehrere Wohnheime für junge Menschen mit psychischen Erkrankungen in Buseck und Gießen. In der Martin-Luther-Schule, einer staatlich anerkannten Schule für kranke Schülerinnen und Schüler, können wir internen und externen jungen Menschen einen Schulalltag in geschützter Umgebung bieten, die ein Besuch der Regelschulen aufgrund ihrer Erkrankung überfordert.  

Heute betreibt der Verein für Jugendhilfen Leppermühle mehrere Wohnheime für junge Menschen mit psychischen Erkrankungen in Buseck und Gießen:

Außerdem gehören zum Verein für Jugendhilfen Leppermühle:

Mit rund 550 Mitarbeitenden zählt der Verein zu den größten Trägern der Jugendhilfe in Hessen und ist Mitglied in der Diakonie Hessen.

 

Die Anfänge – Jugendhilfe in Gießen

In den ersten Jahrzehnten betrieb der Verein verschiedene Einrichtungen in Gießen, darunter:

  • Jugend- und Säuglingsheim Diezstraße mit einer Erziehungsberatungsstelle
  • Kinder- und Schülerheim am Nahrungsberg
  • Kinderheim & Mädchenheim Hein-Heckroth-Straße
  • Säuglingsheim auf dem Lutherberg
  • Sozialpädagogische Wohngruppe in Wieseck

Die Erziehungsberatungsstelle wechselte mehrfach den Standort und wurde schließlich 1981 in der Hein-Heckroth-Straße als Ärztlich-Psychologische Beratungsstelle neu etabliert.

Parallel dazu wuchs die Leppermühle in Buseck als zentrale Einrichtung des Vereins. Dort wurde auch die trägereigene Schule, die ursprünglich in der Diezstraße eröffnet worden war, angesiedelt – die heutige Martin-Luther-Schule.

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Die 1980er Jahre – Schwerpunkt auf psychotherapeutische Jugendhilfe

In den 1980er Jahren richtete der Verein seinen Fokus zunehmend auf die Behandlung und Betreuung psychisch kranker junger Menschen. In Zusammenarbeit mit der Marburger Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie wurden die bestehenden Einrichtungen umstrukturiert:

Die Leppermühle wurde weiter ausgebaut und spezialisierte sich als psychotherapeutisches Wohnheim für Kinder, Jugendliche & junge Erwachsene.

  • Das Mädchenheim und das Schülerheim wurden zu psychotherapeutischen Wohnheimen weiterentwickelt und erhielten neue Namen:
    • Adalbert-Focken-Haus, benannt nach dem Kinderpsychiater Adalbert Focken, Mitglied des Verwaltungsrates und Vorstandes von 1978 bis 1982
    • Berthold-Martin-Haus, benannt nach dem Theologen und Psychiater Berthold Martin, von dem die Initiative zur Vereinsgründung ausging

 

In unserem aktuellen Journal liegt der Schwerpunkt auf dem Jubiläum des Vereins. Wir blicken zurück, schauen nach vorne, zeigen, was uns von Anfang an begleitet und was sich verändert hat. Wir stellen Menschen vor, die ein Stück dieses Weges mitgegangen sind und ihren Blick mit uns teilen. 

Titelbild Journal 1/2026 Jetzt Lesen

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